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Von Markus am 6 Juli 2007 Teilen

Neben den ausgewachsenen Hilfsmitteln, sind es oft die kleinen Helferlein, die das Fotografenleben leichter machen. Einige interessante Programme für Windows (und teilweise für Mac und Linux) möchte ich euch vorstellen.

  • Synctoy von Microsoft: Ja, auch aus dem Reich des Bösen kommt Gutes ;-) (weiter unten geht es auch noch weiter …). Synctoy ist ein Freeware-Programm, das Verzeichnisse untereinander abgleichen kann. Ideal geeignet ist es um z.B. die (Bild-)Datenbestände auf einem stationären PC und einem Notebook zu synchronisieren oder ein Backup der Bilder auf einer externen Festplatte zu erstellen. Synctoy verfügt über verschiedene Arten des Abgleichs, kann mehrere, unterschiedliche Jobs ausführen und lässt sich zeitgesteuert als Task einbinden, was wie folgt funktioniert:Unter Systemsteuerung->geplante Tasks einen neuen Task definieren, und “SyncToy” als Programm auswählen. Mit der Option “-R”, werden alle Synchronisationsvorgänge hintereinander gestartet. Möchte man nur einen bestimmten Job starten, muss die Option “-R”JOBBEZEICHNUNG”" angeben werden, wobei hinter dem R KEIN Leerzeichen stehen darf, es schließt sich unmittelbar ein Anführungszeichen an.
    Dies kann z.B. so aussehen:
    C:\Programme\SyncToy.exe -R”fotobackup”
  • Passend dazu der DNG-Converter von Adobe: Wandelt RAW-Fotos in das etwas zukunftssichere DNG-Format um und komprimiert dabei auch noch die RAW-Dateien verlustfrei, was etwa 20-30% kleinere Dateigrößen gegenüber dem originalen Dateiformat bringt (sofern nicht die originalen RAW-Dateien mit eingebunden werden).
  • GPicSync von Google: GPicSync erlaubt es, Fotos mit GPS Koordinaten zu versehen, das sog. Geotagging. Dabei wird ein aufgezeichneter GPS-Track im GPX-Format (wenn andere Formate vorliegen, hilft GPSBabel) in das Programm geladen und der Ordner mit den zu taggenden (schreckliches Wort) angegeben. Nun werden die Trackpositionen anhand der darin enthaltenen Zeitinformation sowie der EXIF-Zeit im Foto mit einer einstellbaren Toleranz, den Bildern zugewiesen. GPicSync erstellt auch gleich eine KMZ-Datei für Google Earth, wo die Bilder dann entsprechend ihren Erstellungsorten dargestellt werden. Die kleine Software versteht sich dabei neben JPEG auch auf gängige RAW-Formate, jedoch leider (noch) nicht auf DNG (Digital Negative) Dateien. Dabei hilft aber:
  • ExifTool von Phil Harvey: Diese Freeware kann EXIF, aber auch andere Metadaten zwischen Fotos kopieren, die auch unterschiedliche Dateiformate haben dürfen. So lassen sich z.B. EXIF-Geodaten von einem Nikon NEF-Raw in DNG Dateien übertragen. Sehr nützlich, sehr hilfreich, sehr umfassend.

  • RAW Image Viewer and Thumbnailer: Hilfreich ist es auch oft, wenn man von seinen RAW-Bildern Vorschauen im Windows Dateiexplorer bekommt. Die Erweiterung von Microsoft hilft dabei. Alternativ:
  • RAW Shell Extender von idimager: Ähnliche Funktionen wie der RAW Image Viewer von Microsoft, beherrscht aber auch DNG sowie “exotischere” RAW-Formate wie Pentax PEF oder Sony SR2. Der Hersteller bietet übrigens eine ganze Reihe interessanter Freeware für Fotografen an, die ich noch garnicht ausprobieren konnte – vielleicht möchte ja jemand darüber schreiben? http://www.idimager.de/freeware.htm
  • …und speziell für “Nikonians” gibt es den Nikon RAW Codec für Windows Vista.
  • Photoinfo von Microsoft: Gleich passend zu den vorherigen Tipps eine Erweiterung, mit deren Hilfe man EXIF- und IPTC-Daten direkt vom Dateimanager aus anzeigen und bearbeiten kann.
  • Color Control Panel von Microsoft: Leider verfügt Windows nicht über eine ausreichende Verwaltung von Farbprofilen, was oft unerwünschte Probleme mit sich bringt. Abhilfe schafft hier diese kleine Erweiterung, die es ermöglicht, verschiedene ICC/ICM-Profile zu verwalten.
  • Zum generieren von HDR-Bildern: Traumflieger DRI-Tool und die FDRTools Basic
  • RAW Therapee: Ein kostenloser RAW-Konverter für Windows und Linux mit sehr guter Ausstattung und erstaunlich guten Konvertierungsergebnissen. Highlights sind die umfangreichen Schärfungsparameter, die sehr effektive Rauschunterdrückung und auch die Farbsättigung ist in den Lab-Farbkanälen a und b getrennt einstellbar.
    Die Software arbeitet ausreichend schnell und braucht sich nicht hinter anderen RAW-Programmen zu verstecken. Ich bin sogar der Meinung, dass es eine Alternative zu RAW Shooter Essentials darstellen kann. RAW-Formate werden auch reichlich unterstützt, so arbeitet RAW Therapee u.a. mit Minolta, Olympus, Panasonic, Pentax, Fuji, Samsung und Sony Formaten. Canon und Nikon sind natürlich auch dabei …
  • Exif Viewer für Firefox: Wer sich EXIF-Daten von Bildern auf Internetseiten anzeigen lassen möchte, dem hilft diese Firefox-Extension weiter. Übrigens: Firefox mit Google Toolbar – besser durch das Web

So, das wars erst einmal. Wenn ihr da draußen interessante Helferlein kennt, würde ich mich über einen Kommentar freuen.

[tags] Fotografie, RAW, Tipps, Tricks[/tags]

KATEGORIEN: Fotografie & Video

4 Kommentare

  1. Martin sagt:

    Sehr coole Zusammenstellung ! Weiter so !

  1. [...] Markus hat hier das Tool GPicSync vorgestellt, mit dem man ebenfalls Fotos geotaggen kann. Damit steht das Ding in Konkurrenz zu dem hier vorgestellten “GPS-Track-Analyse” [...]

  2. [...] Backup des Bildarchivs auf die externe Festplatte mit Sync Toy (siehe auch Tools für den Digitalfotografen), alternativ könnte man auch Robocopy [...]

  3. [...] den Artikel Freeware-Tools für den Digitalfotografen von Markus Dollinger noch nicht gelesen hat, sollte das schleunigst tun. Er enthält eine lange [...]

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Frisch kommentiert

  • Maria sagt:
    Hallo Leute, hätt auch mal ne frage, zurzeit funktioniert mein Internetzugang über ein dsl-modem, da ich...
  • Clickpix sagt:
    Blitzaufnahmen sind schon was besonderes! Dieses Jahr hatte ich noch kein Glück – voriges Jahr...
  • weit-winkliger sagt:
    Sehr viel Wahres in einem Artikel zusammengefasst!
  • Franzi sagt:
    Super, vielen Dank für sie tollen Tipps. Habe sie gleich an meine Blog-Leser weiter gegeben. Gerade für...
  • Willy sagt:
    Hi Markus, Da fällt mir nicht recht viel mehr ein, als: Ein toller Artikel, der mir selbst auch einige...